Maeandertaler

Ansichten, Aussichten, Auswuechse eines Mäanderers

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Traumfrau am Morgen

Angekommen im Club. Mit mir unterwegs sind meine guten Freunde Joshi und Chris. Die Bassline ist schon beim ersten Drink so zwingend, das wir uns dem Dancefloor nicht widersetzen können. Wir sind spät dran, die Party ist schon in vollem Gange. Wir drängen in die Menge. Heiße, wehende Körper streifen sich flüchtig, nicht ohne Absicht. Ich erarbeite mir schnell eine gute Tanzposition: Einen Platz, mit möglichst vielen Frauen und wenigen Männern in meiner Nachbarschaft. Immer dabei ist der nächste Drink, in meinem Fall heute Gin Tonic.

Der DJ erhöht das Tempo, die Crowd formt eine wogende, euphorisierte Masse. Zu meiner Rechten tanzt ein Mädchen, das mir gut gefällt. Ich versuche, Blickkontakt zu ihr aufzubauen. Allerdings spricht sie nicht so darauf an, wie ich es mir erhoffe.

Ihre Freundin jedoch versucht ihrerseits mein Interesse zu wecken. Nicht so schwer, der Alkohol senkt die Ansprüche (vielleicht auf ein realistisches Maß?). Ich mustere Sie. Sie sieht nicht so gut aus wie ihre Freundin - Mädchen 1 - aber durchaus passabel in diesem Clublicht. Außerdem lächelt sie viel und kann tänzerisch überzeugen. Mir gefallen Frauen, die auf der Tanzfläche keinen Stock im Arsch haben. Frauen, die sich bewegen können und sich nicht zu fein dazu sind, aus sich herauszugehen und ihrer Freude an der Musik Ausdruck zu verleihen.

Ich fange an, mit ihr - Mädchen 2 - zu tanzen. Ob ich mir nur eingebildet habe, von Mädchen 1 einen süffisanten Jetzt-hast-Du-doch-noch-eine-gefunden-Blick erhalten zu haben? Ich kann es nicht sicher sagen, aber es spielt auch keine Rolle mehr. Mädchen 2 tanzt gut und als sie ihren Hintern dezent an mir reibt, bin ich zufrieden. 

Als sich mein Drink dem Ende neigt, frage ich sie, ob sie was trinken will. Natürlich will sie. Wir kaufen einen Drink. Ich erfahre ihren Namen, der Bass verzehrt allerdings die Details. Es könnte Emma, Stella oder etwas ähnliches sein. Mir gefällt “Stella” am besten, also bleibe ich dabei und erhalte keine Widerworte. Beim Drink-kaufen führen wir kurz nichtssagenden Smalltalk. Darin bin ich geübt, immer schön lächeln, keine Rocket Science. Zudem führt man im Club ohnehin keine tiefgründigen Gespräche. Zu klar sind die Intentionen.

Als wir mit neuen Drinks ausgestattet sind, gehen wir zurück auf die Tanzfläche. Ich erhasche einen Blick auf meine Jungs, die sich im Club verteilt haben. “Das Kommando ist ausgeschwärmt”, denke ich mir. Stella und ich tanzen, der Körperkontakt wird intensiver. Ihre Freundin tanzt munter neben uns her. Chris stößt zu uns. Er beginnt mit Mädchen 1 zu reden. Sie lächelt. Die Bassline treibt den Raum an. 

Chris deutet uns an, dass wir mitkommen sollen. Wir verlassen den Club: Beide Mädels, Chris, Joshi und ich. Wir besprechen das weitere Prozedere und einigen uns auf eine gemeinsame Taxifahrt in unser Hotel. Auf der Fahrt hat Stella keine Einwände, als ich ihren Oberschenkel streichle. Im Hotel angekommen, fangen Stella und ich an, auf der Couch unsere Münder zu erkunden. Chris und Mädchen 1 machen es uns nach. Joshi geht schlafen. 

Dann sagt Stella plötzlich, dass sie gerade “ganz schrecklich müde” wäre und gerne schlafen gehen würde. Ob beide nicht hier übernachten könnten? Klar können sie. Doch es stellt sich schnell heraus, dass es kein Vorwand war, um zusammen ins Bett zu gehen. Sie ist tatsächlich müde. Zum Glück haben wir ein ausgefallenes “Band-Zimmer” mit vier Hochbetten. Genug Platz also allemal. 

Stella macht sich bettfertig. Ich komme um die Ecke, als sie bereits im Bett liegt. Sie sagt, dass leider nichts mehr laufen wird, ich mich aber auf morgen früh freuen solle. Ein Hoffnungsschimmer. 

Cut.

Der nächste Morgen. Ich werde wach und gehe ins Bad, um mir kaltes Wasser ins mitgenommene Gesicht zu schütten. Die Tür geht auf, es ist Stella. Sie steht in ihrer Unterwäsche vor mir und fragt, ob ich mit ihr duschen gehen will. Klar will ich. Sie hat in der Tat ein paar Kilo zu viel, die allerdings gut verteilt sind. Ich denke an Redmans “more cushion for the pushin’”-Zitat und freue mich. Stella sagt, sie gehe kurz vor und würde mich gleich rufen. Mit einem zwinkern verschwindet sie unter einer der beiden Duschen. Ich halte Zähneputzen für eine gute Idee.

Joshi kommt ins Bad und setzt sich zum pinkeln auf die Toilette. Er fragt: “Und, noch gevögelt gestern?”. “Nö, aber jetzt gleich”, entgegne ich. Er grinst verschmitzt. 

Der Duschvorhang geht auf, die nackte Stella wirft uns einen Blick zu. Ohne den Anflug von Scham geht sie zur anderen Dusche und kommentiert ihr Tun mit: “Ich brauche Duschgel”. “Dann lass ich Euch mal allein”, sagt Joshi, während er von der Toilette aufsteht, seine Boxershorts hochzieht und das Bad verlässt. 

“Ich bin gleich soweit”, lässt Stella mich wissen. Mein kleiner Freund macht einen Vorfreudensprung. “Schon ein bisschen versaut; ganz nach meinem Geschmack”, denke ich mir. 

Plötzlich ertönt ein lauter Piepton. Der Feueralarm? “Nein”, dämmert es mir, “Du träumst gerade und dein Wecker klingelt”. Mit dieser Erkenntnis werde ich in meinem Hotelzimmer wach und werfe dem Wecker einen verärgerten Blick zu. 

“Da schaffst Du es also sogar im Traum, mit Bravour beste Gelegenheiten nicht zu nutzen”, sage ich zu mir und stehe auf, um mein Hemd zu bügeln.

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Gestern laut Twitter #2

Ausgabe  2 der Twitter-Daily-Soap. Für mehr fehlt momentan die Zeit. Trauer. 

Manchmal träumt man sone Sachen… und dann wacht man auf und ist Dienstag morgens doch alleine im Hotelzimmer; ohne die Traumfrau.

Zum Glück muss man sich in der Regel nicht zwischen schönen Frauen und seinem Job entscheiden. Das Sozialsystem hätte sonst ein Problem.

Schluss beim Kunden. Jetzt ins nächste Hotel umziehen und den Resttag Scheiße abarbeiten. Hoffe, die Frau aus meinem Traum klopft. Nackt.

Das gemeine Volk stinkt nach Schweiß. Tramfahren bei Sonnenschein.

Gerade angefangen haben Dipset zu hören und meinen, ein progressiver, aufgeschlossener Rap-Hörer zu sein. Aha.

Immer diese bekackten kleinen Dreckszüge, bei denen keiner darüber nachgedacht hat, das jemand in ihnen mal Gepäck transportieren könnte.

Kennt Ihr auch diese Momente, in denen man null Komma null Prozent motiviert ist, aber die Deadline ist morgen früh? So traurig.

“Oh Twitter, Du schrecklicher Dämon der Prokrastination!”, ausrufen und den Twitterclient schließen.

(hier lagen dann tatsächlich 75 Minuten zwischen beiden Tweets!)

Wäre jetzt gerne @Mackielsky RT: Ich bin ein Sklave meiner freien Zeit. RT Ende - und zack client wieder aus, weitermachen…

Leugnen, selbstverliebt zu sein, und sich gleichzeitig “Twitterat™” nennen.

Ich würde Euch ja gerne spannendes erzählen, aber sitze im Hotel und arbeite. Da kommt man zu nichts außer trinken! twitpic.com/ar4nmc

Nach Inspiration suchen? Die Inspiration sucht nach mir! Ich bin so dauerinspiriert, dass nix fertig wird vor der nächsten Inspiration.

Oh, gerade festgestellt: Habe in meinem letzten Tweet “Inspiration” und “Injektion” verwechselt. Sorry für die Injektion. Ähm, Irritation.

Welcher Idiot ist eigentlich auf die Idee gekommen, die Hotelklimaanlage auf 16°C zu justieren?! Da ist’s ja unter der Brücke wärmer!

Gerade ein Date wegen Zeitmangel dank Job abgesagt. Könnte die so gewonnene Zeit ja nutzen, um Schlechtes über das Singledasein zu bloggen.

@Maeandertaler 03.09.2012

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Gestern laut Twitter #1

Manchmal dauert bloggen einfach zu lang. Also dachte ich mir: Du hast doch getwittert, daran erkennt man auch was geht, das muss auch mal reichen. Geboren war “Gestern laut Twitter”. Die Daily Soap aus dem Leben (und den Gedanken…!) des Mäandertalers.

Sich den Montag Morgen von der Timeline versüßen lassen und motzige ITler am Nebentisch belauschen. Gossip Boy.

Aus bloßer Schadenfreude in der Wetterapp die Heimat gesucht und enttäuscht festgestellt, dass dort auch gutes Wetter ist.

Komme mir in öffentlichen Verkehrsmitteln unterhalb der ICE-Klasse immer so volksnah vor. #Höherwertigkeitskomplexe

Sommerwetter, biertrinkengehende Freunde und triviale Aufgaben sind das Salz in meiner Motivationssuppe, die es heute zum Arbeitsabend gibt.

Ein Tweet über den Sinn des Lebens: Sex. #These #AusGutemGrund

Bin dann mal die Sau rauslassen. Hoffe für sie, dass ein netter Eber wartet.

Die Grundfrage ist und bleibt doch: Wat? Wo is dat Bier her? #Safaridurchshotelmitzimmernohneminibar

@Maeandertaler 03.09.2012

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War schon eine ganz gute Party gestern. Verstehe aber nicht, warum viele Single-Ladies beim Tanzen immer die Diva mimen müssen. Mir ist dieses “ich ziere mich erstmal, damit Du mich erobern musst”-Spiel echt zu blöd. Ist ja schon beim “Dating” blödsinnig, aber beim Tanzen?! Hallo! Du findest mich gut, ich find Dich gut, ist doch alles klar. Direktheit ist Trumpf.

Denke, da müssen viele noch viel entspannter werden.

Mäandertaler, 2012

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Seeed bringt neue Single Beautiful raus - wenig Dancehall, viel Big Band

Ewig ist es her, dass Seeed ihr letztes Album releast haben (das brilliante Next! kam 2005 raus, um präzise zu sein). Letztes Jahr gab es dann in Form von Molotov / Wonderful Life ein erstes Lebenszeichen. Und nun soll noch in diesem Jahr (28.09.) eine neue Platte der Berliner Reggae / Dancehall Big Band erscheinen, deren erste Singleauskopplung auf den Namen Beautiful hört und heute releast wurde.

Und, wie klingts?

Tja, Big Band Flavour ja, Dancehall oder Reggae eher weniger. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung das neue Album gehen wird. Schon Molotov war ja ein anderer Sound als auf den alten Sachen, daher dünkt mir, dass es tatsächlich ein recht anderer Seeed-Langspieler werden könnte, der am Jahresende erscheint.

Bemerkenswert ist übrigens auch die Tatsache, dass sich auf Beautiful kein einziger Deutscher Gesangs- bzw. “Seeedsprech”-Part befindet. Alles Englisch, vermutlich im Sinne der globalisierten Musikwelt, da der Song ja im Kontext der Paralympics in der ARD verwendet wird. Mal sehen, ob das auf dem gesamten Album so sein wird - fände ich jedenfalls schade, muss aber natürlich nicht sein.

Ob mir der neue Seeed-Sound zusagt, kann ich ehrlich gesagt noch nicht beantworten; werde Beautiful die nächsten Tage definitiv öfter mal rotieren lassen und dann entscheiden. Ist auf jeden Fall nicht uneingängig und gerade die Baseline in der Hook treibt schon recht ordentlich. 

Aber hört doch am besten selbst (und sagt gerne Bescheid, was ihr meint): 

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Ek to the roots

In zwei Tagen releast Eko sein neues Album “Ek To The Roots”. Und ich muss sagen: ich bin ehrlich mal wieder auf ein E-K-O-Release gespannt. Gut, sein letztes Album, Ekrem, hab ich auch mit durchaus nicht geringen Erwartungen gehört und fand es dann letzten Endes doch nur “so naja”. 

Aber dieser konsequent durchgezogene Old School Flavour gepaart mit einer tatsächlich mal wieder freshen Attitude (wann hat der gute Ek das letzte mal nicht gejammert über mangelnde Akzeptanz etc.?!) und dem noch nie zu leugnenden Skill des Wahlkölners bieten Grund zur Hoffnung. 

Tatsächlich war ich ja zu alten Optik-Zeiten ein großer Eko-Freund und habe mir immer gewünscht, dass er mal wieder was hörenswertes rausbringt. Vielleicht ist es ja nun endlich soweit. Ich würde es ihm und mir wünschen. 

Der zahlreiche, momentan erscheinende Promo-Stuff jedenfalls macht wirklich einen guten Eindruck. 

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7 Mädels, 21 Longboards, 15 Tage Spanien

Wow. Endless Roads mit der Longboard Girls Crew ist echt ein Film zum verlieben. Sieben Mädels aus Spanien und den USA touren für 15 Tage durch Spanien und longboarden was das Zeug hält. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich verliebenswerter finde: Die sau-coolen Mädels, die unglaublichen spanischen Kulissen oder das sehr stylische Boarding. 

Auf jeden Fall eine mehr als sehenswerte Produktion, die Lust auf alles drei macht. Ach ja: Girls auf Longboards sind definitiv der Shit!

Die Videos gibt’s nach dem Break!

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